Claudia Landmann - Sportpädagogin - www.Babyschwimmen-Bonn.de + Onlineshop www.Quellenmaennchen.de
Häufig gestellte Fragen
1. Ab wann kann man mit dem Babyschwimmen beginnen?
In der Literatur wird ein Beginn im dritten Lebensmonat empfohlen. Dies bezieht sich allerdings
auf Schwimmbäder mit einer Wassertemperatur von 32° C. Die meisten der von mir
angebotenen Bäder haben 33 - 34° C warmes Wasser. Daher ist ein Beginn mit dem
Lebensalter von 6 - 8 Wochen für nicht zu früh geborene Babys möglich. Man kann
dieses Alter allerdings nicht pauschal empfehlen. Das Kind sollte über einige
entwicklungsbedingte Voraussetzungen verfügen. So ist es hilfreich, wenn das Baby sich nicht
mehr so schnell von Geräuschen erschrecken läßt. Kann das Baby seinen Kopf in der
Bauchlage schon besser halten, ist es für die Eltern einfacher, das Kind sicher im Wasser zu
halten. Handelt es sich um ein Zweit- oder Drittgeborenes Kind oder haben Sie mit dem Baby schon
viel unternommen, dann hat das Baby wahrscheinlich weniger Probleme mit der Reizaufnahme. Das
gleiche gilt, wenn Sie bereits einige der von mir aufgezählten Vorübungen probiert haben. Ein nicht zu unterschätzender Faktor
ist auch die "Tagesform" (z.B. satt/hungrig, ausgeschlafen/müde , zahnend, fremdelnd usw.)
der Babys beim Schwimmtermin. Es gibt immer wieder sowohl 6 Wochen alte Babys, die mit
Vergnügen 30 Min. Schwimmzeit durchhalten, als auch 6 Monate alte Babys, die sich nach 15
Minuten nicht mehr wohl fühlen. Wichtig ist, daß Sie den Zeitpunkt des Wechsels zwischen
Spaß und Unbehagen erkennen und das Wasser rechtzeitig verlassen.
2. Welches sind die Ziele des "Babyschwimmens"?
Das Babyschwimmen verfolgt mehrere Ziele.
Durch die fehlende Schwerkraft im Wasser kann das Baby seine Extremitäten wesentlich leichter
bewegen und schult so seine gesamte Motorik und Körperkontrolle. Die physikalischen Eigenschaften
des Wassers sorgen für eine Stimulation von verschiedenen Rezeptoren.
Der physikalische Druck des Wassers fördert die Atemfunktion. Der Massageeffekt des Wassers führt
zu einer Stimulation der taktilen Wahrnehmung (Babys nehmen besonders viele Reize über den
Tastsinn ihrer Haut auf). Der abwechselnde Reiz der Wassertemperatur fördert die Abwehrkräfte
eines Babys. Auf den Händen der Eltern oder durch den Einsatz von Schwimmhilfen balanciert das
Baby sein Gleichgewicht. Der intensive Kontakt der Eltern und des Babys im Wasser fördert die
emotionale Bindung miteinander. Das Baby wird spielerisch mit dem Element Wasser vertraut und
läßt keine Wassserängste entstehen. Babys haben keine angeborene Angst vor dem Wasser - falls Sie
Angst haben, sind die Ängste ihrer Eltern bereits auf sie übertragen!
2a. Können Babys schwimmen lernen?
Nein, aber die Bezeichnung "Babyschwimmen" hat sich neben dem Begriff "Säuglingsschwimmen" etabliert. Babys führen in den ersten
Lebenswochen mit ihren Beinen automatisch Schwimmbewegungen aus, wenn man sie sanft in Bauchlage
auf das Wasser legt. Diese reflexartigen Schwimmbewegungen erfolgen in der Luft wesentlich
unregelmäßiger und nicht so rythmisch. Etwa mit 4 -5 Monaten verschwinden diese reflektorischen
Bewegungen und die Babys versuchen mehr oder weniger bewußt kontrollierte Strampelbewegungen.
3. Kann ich an einer Probestunde teilnehmen?
Ja, aber eine einzige Stunde sagt noch gar nichts aus, ob ihr Kind generell am Babyschwimmen
Spass hätte. Sie können grundsätzlich als Zuschauer zu meinen Kursen erscheinen, um sich ein Bild
über den Kursort und Kursinhalt zu machen (Bitte Plastikschuhe mitbringen). Manchmal zeigt das
Kind schon vom Rand aus Interesse. Überlegen Sie zu welchem Zeitpunkt ihr Kind aktiv und gut
gelaunt ist. Die erste Stunde ist für alle Beteiligte die schwerste. Manche Eltern kennen noch
nicht den organisatorischen Ablauf oder können die benötigte Zeit nicht richtig einschätzen. Für
die Kinder sind die auf sie einwirkende neue Reize enorm, die Geräuschkulisse, die neue
Räumlichkeit, andere Personen, die geringere Wassertemperatur, die Auftriebskraft des Wassers etc.
Die Eltern sind manchmal nervöser und natürlich noch unsicher in den Haltetechniken. Dies kann
sich auch auf das Kind übertragen. Sie haben auch die Möglichkeit, in meinem
Gästebuch / Pinnwand
nachzuschauen, ob andere Eltern ein paar Stunden (z. B. wegen Urlaub) abgeben
möchten und kommen dann für diese Termine.
4. Kann ich verpaßte Stunden nachholen?
Dies ist normalerweise nicht möglich. Die Kurse sind meistens auch ausgebucht und ich muss
das gleiche Recht für alle Eltern einräumen. Zudem habe ich die gleichen Unkosten für die
Schwimmbadpacht und Mitarbeiterhonorare, ob z.B. 2 oder alle 5 Eltern eines Kurses anwesend sind. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, sich für absehbare Fehlstunden über mein
Gästebuch / Pinnwand
einen Tauschpartner zu suchen.
5. Was ist, wenn das Baby das Chlorwasser nicht verträgt?
Die Schwimmbäder der Krankenhäuser verfügen über Trinkwasserqualität
und werden vom Gesundheitsamt regelmässig kontrolliert. Aus Hygienegründen muß dem
Wasser allerdings Chlor beigesetzt werden. In wenigen Fällen treten bei Babys Chlorallergien
auf (meistens wenn bereits eine Allergie im Verwandtenkreis vorliegt.) Ich empfehle allen Eltern
nach dem Wasseraufenthalt das Baby abzuduschen und besonders bei trockener Haut einzucremen.
Eltern, die bei ihren Kindern eine Neurodermitis festgestellt haben oder befürchten, ihr
Baby könnte dazu neigen, empfehle ich die Teilnahme in der Kaiser-Karl-Klinik, da hier das
Wasser auch mit Ozon aufbereitet wird und daher nur wenig Chlor zugesetzt werden muß.
Selbst Neurodermitiskinder haben schon mit viel Spaß am Babyschwimmen teilgenommen. Nur in
besonders kräftigen Krankheitsschüben sollte eine Pause eingelegt werden.
6. Was ist, wenn das Baby überhaupt keinen Spaß beim Babyschwimmen hat und nur
schreit?
Wenn ein Baby mehr als 5 Minuten nur schreit, wird es einen trifftigen Grund dazu haben. Es ist
ihre Aufgabe, zusammen mit der Kursleiterin, diesen Grund herauszubekommen. Wir wollen nicht, daß
ein Baby lange schreit, das irritiert die anderen Babys und Eltern und verunsichert in erheblichen
Maße die eigenen Eltern. Bevor ein Kind weint, kündigt es sich meistens über Gesten an:
Stirn runzeln, ängstlicher Blick, etc. (Literaturtipp: Sirgay Sanger "Schau, ich will dir
was sagen!"). Reagieren Sie möglichst schon bei diesen Anzeichen einer Unzufriedenheit, indem
Sie etwas verändern, z.B. es ansprechen oder an sich nehmen. Schreit das Baby mehrere
Minuten und lässt es sich durch ihre Reaktionen, Ablenkung o.a. nicht mehr beruhigen, so
gehen Sie aus dem Wasser. Hat es sich wieder beruhigt und bleibt ein paar Minuten zufrieden, so
können Sie es noch einmal versuchen. Ansonsten beendet man die heutige Stunde besser.
Manchmal ist der Wach- oder Essensrythtmus einfach ungünstig oder das Kind "brütet etwas
aus". Häufig erfahren Sie erst im Nachhinein, warum das Kind keine Lust auf das Schwimmbad
hatte.
Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse des Kindes, so wird die nächste Schwimmstunde besser
klappen.
Sollte sich auch in der zweiten oder dritten Stunde nur Unbehagen beim Kind zeigen, rufen sie mich bitte an,
damit wir gemeinsam eine Lösung finden können. Manchmal müssen wir den Termin ändern, wenn das Baby zur vereinbarten
Schwimmzeit immer hungrig oder müde ist. Es gab schon Babies die nachmittags schrien und
vormittags zufrieden waren oder umgekehrt. In seltenen Fällen empfehle ich eine Pause einzulegen
und ein paar Wochen später wieder einzusteigen. Sind sie mit all diesen Überlegungen nicht
einverstanden, können sie sich auch abmelden und die noch zu schwimmenden Stunden bis zu einem Jahr ab Absprache nachschwimmen.
Manchmal kommt der Spass auch plötzlich in der 4. oder 5. Stunde und sie möchten doch
weiter teilnehmen. Sprechen Sie mich an, anstatt einfach frustriert aufzugeben!
7. Können Frühgeborene auch am Babyschwimmen teilnehmen?
Ja, selbstverständlich. Sie müssen beim Beginn die Wochen, die das Kind zu früh
gekommen ist, in etwa bei den Lebenswochen dazu zählen. Das Kind sollte von seinem
Entwicklungsstand einem Baby von etwa 6 - 8 Lebenswochen entsprechen. Gerade für
Frühgeborene ist das Element Wasser eine Therapie. Ich empfehle Ihnen die besonders warmen
Becken der Kaiser-Karl-Klinik oder des Malteser-Krankenhauses. Manche Frühgeborene frieren
schneller und müssen gerade am Anfang schon mal eher das Wasser verlassen. Sagen Sie mir
bzw. der Kursleiterin Bescheid, sofern das Kind mehr als zwei Wochen zu früh geboren wurde,
damit wir dies bei der Übungsauswahl berücksichtigen können.
8. Was muß ich zum Babyschwimmen mitbringen oder dabei beachten?
Sie benötigen Badebekleidung und Handtuch oder Bademantel für sich selbst, Badeschuhe
(aus Sicherheitsgründen gegen die Rutschgefahr, auch für Laufkinder), sowie ein bis
zwei (Bade-)Handtücher und eine Hose für das Kind. Bei der Hose für das Baby haben Sie
die Wahl zwischen einer Baumwoll- oder Frotteeunterhose, einer Schwimmwindel oder einer Badehose.
Es gibt verschiedene Schwimmwindeln. Die Modelle mit Bändseln sind
ungünstig, da man bei diesen mit seinen eigenen Fingern bei vielen Griffen mit den
Schnüren kämpft. Besser sind Modelle mit einem Zug am Bund, den man individuell auf die
Bundbreite des Kindes einstellen kann. Schwimmwindeln mit Gummihosen als Einlagen sind
ungeschickt, da sie sich sehr stark aufblähen. Einmalschwimmwindeln saugen sich wie
normale Windeln stark mit Wasser voll und heben einen Teil des Auftriebs durch das Element Wasser
damit wieder auf.
Bei Badehosen und Badeanzügen sollten sie darauf achten, dass sie am Bein nicht zu hoch
angeschnitten sind (am besten ist die "Slipform"). Ein Body oder ein Badeanzug für
Mädchen ist im ersten Lebensjahr ungünstiger, da der aus dem Wasser schauende Stoff dem
Kind viel Wärme entzieht. Desweiteren ist zu beachten, daß im Schwimmbad- und Umkleidebereich keine Nahrungsmittel zu
sich genommen werden (Vorschrift des Hygieneinstituts) und daß das Wasser erst unter
Aufsicht der Kursleiterin betreten werden sollte. Ferner sollten weder die Eltern noch die Kinder
Schmuck und Uhren tragen.
9. Habe ich etwas versäumt, wenn ich im laufenden Kurs beginne?
Nein, jeder Teilnehmer bekommt die wichtigsten Inhalte in dem Moment erklärt, wenn er das erste
Mal kommt. Da Sie für sich im Verhinderungsfall auch einen Ersatzteilnehmer schicken können, muß
die Kursleitung jederzeit damit rechnen, dass jemand neu dabei ist. Manchmal wechseln sich die
Partner ab oder der Vater hat mal Urlaub, so dass wir dem normalerweise nicht anwesendem
Elternteil die Inhalte vermitteln. Aufgrund der kleinen Gruppengröße kann die Kursleitung sehr
gut auf einzelne Eltern eingehen.
10. Bauen die Stunden oder Kurse aufeinander auf?
Es gibt ein bestimmtes Repertoir an Grifftechniken, Einsatz von Schwimmhilfen und anderen Übungen.
Diese werden ihnen nach und nach erklärt. Im ersten Kurs lernen die Eltern demzufolge am meisten.
Es richtet sich in erster Linie am Entwicklungsstand des Kindes, wann neue Übungen gezeigt werden.
Sie haben inhaltlich daher nichts versäumt, wenn Sie mal an einer Stunde verhindert sind. Die
Entwicklungsstufen dauern unterschiedlich lange, so dass es auch mal vorkommen kann, dass mehrere
Wochen hintereinander die gleichen Übungen für ihr Kind vorgeschlagen werden. (Literaturtipp:
Hetty van de Rijt, Frans X. Plooij, Oje, ich wachse! Mosaik-Verlag).
11. Wie und wann erfolgt die Anmeldung zum Folgekurs?
Die Platz- und Terminvergabe für das kommende Quartal erfolgt in Reihenfolge der Anmeldung, d.h.
Eltern, die sich einen ganz bestimmten Platz sichern möchten, empfehle ich eine frühzeitige
Anmeldung. Bis zur Kurshälfte vergebe ich die Kurszeiten nicht neu. Danach bedeutet jede
Neuanmeldung bei erreichter Maximalteilnehmerzahl für die derzeitigen Teilnehmer, dass
neuangemeldete Eltern auch einen Platz dieser Uhrzeit buchen können.
Die Beliebtheit von bestimmten Schwimmbädern oder Uhrzeiten ist von Quartal zu Quartal sehr
unterschiedlich. Die Samstagstermine sind meistens schnell von Vätern belegt.
Etwa zur Mitte des Quartals beginnt die Hauptanmeldezeit der Eltern. Da sie keinen
Nachteil durch eine frühe Anmeldung haben, ist diese in Ihrem eigenen Intesse sinnvoll, da die
Terminvergabe nach Anmeldedatum erfolgt.
12. Wie erfolgt die Einteilung in die Kursgruppen?
Die Eltern können bei der Anmeldung einen Wunschtermin angeben. Dabei sollte das wichtigste
Kriterium zur Uhrzeit immer vom Rhythmus des Kindes ausgehen. Das Baby sollte nicht zu müde und
nicht zu hungrig während der Schwimmzeit sein, andererseits aber ca. eine Stunde Abstand zur
letzten Mahlzeit haben. Erst danach sollte der Wunsch der Eltern kommen, z.B. mit befreundeten
Eltern gemeinsam zu gehen. Es wäre nicht sinnvoll, in einer bestimmten Clique schwimmen zu
wollen, wenn dann ihr Kind immer weint, weil es z.B. zu müde ist. Ich trage sie, sofern der
Platz frei ist, zunächst in ihrer Wunschzeit ein. Wenn sich kurz vor Beginn der Kurse
herausgestellt hat, daß in zwei Nachbarkursen z.B. je 2 kleine und 3 ältere Babies sich
angemeldet haben, rufe ich Sie eventuell an, um zu fragen, ob eine halbe Stunde früher oder
später auch möglich wäre. Es ist zwar für alle angenehm, wenn der Altersabstand
einer Gruppe möglichst gering ist, aber bei meinen Gruppenstärken von nur 4 bis 6
Teilnehmern kann die Kursleitung auch sehr individuell auf verschieden alte Babies eingehen.
Für die Eltern ist es genau so interessant zu sehen, wie die Kinder sich drei Monate
älter verhalten oder Sie erinnern sich, wie Sie auch mit 10 Wochen begonnen hatten und
bemerken wie sicher Sie und ihr Kind inzwischen sind.
Häufig werden die Schwimmgruppen miteinander "älter", weil die Eltern mehrere
Schwimmkurse hintereinander belegen. In diese Gruppen teile ich selten Neubeginner ein. Aufgrund der oben ausgeführten Erklärungen halte ich nichts von der starren oder
willkürlichen Gruppeneinteilung in bestimmte Altersgruppen bei manch einem anderen
Babyschwimmanbieter.
13. Warum sind die Kursgebühren bei manchem anderen Anbieter geringer?
Die städtischen oder konfessionellen Familienbildungsstätten erhalten meistens von
mehreren Stellen, z.B. der Kommune oder dem Bundesland erhebliche Zuschüsse, die ich als
privater Anbieter nicht erhalte. Werden die Kurse z.B. direkt von Krankenhäusern
angeboten, fallen hier z.B. keine Pachtgebühren an. Meistens werden bei anderen
Veranstaltern auch 8 bis 12 Teilnehmer in einer Gruppe angenommen. Bei 30 Minuten Wasserzeit und
einer Gruppenstärke von 10 Kindern, bleibt dann rechnerisch nur 3 Minuten Betreuung für
ihr Kind übrig! Bei manchen Anbietern geht die Kursleitung nicht mit ins Wasser, sondern
dirigiert vom Rand aus. Viele Institutionen haben eine vom Träger bezahlte Bürokraft,
ich sitze mindestens zwei Stunden täglich am Schreibtisch zur Bearbeitung von Anfragen, zur
Buchhaltung und sonstigen Verwaltungsarbeit, bis hin zur Aktualisierung meiner Prospekte und
dieser Homepage. In meinen Kursgebühren sind enthalten: Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Beiträge zur
Krankenversicherung, Beiträge zur Pflegeversicherung, Pflichtbeiträge zur gesetzlichen
Rentenversicherung, Beiträge zur Berufsgenossenschaft (auch für die Mitarbeiterinnen),
Beiträge zur Haftpflichtversicherung (auch für die Mitarbeiterinnen), Honorarkosten,
Anfahrtskosten, Pachtkosten für die Schwimmbäder, etc.
14. Können beide Elternteile am Babyschwimmen teilnehmen?
Ja, es können beide Elternteile zum Babyschwimmen kommen, aber normalerweise nur ein
Elternteil mit dem Kind ins Wasser gehen. Da ich bewußt nur kleine Gruppen beim
Babyschwimmen einteile, möchte ich, daß nur maximal 6 Erwachsene + eine Kursleitung
ins Schwimmbecken gehen. 13 Personen ( 6 Elternpaare + Kursleitung) wären für viele
Kinder eine Überforderung. Zuviele Personen behindern auch die Überschaubarkeit
für die Kursleitung. Zudem ist der Platz in den meisten Becken sonst zu eng und die
Lautstärke erhöht sich bei weiteren Personen. Die Eltern können sich gerne von
Termin zu Termin mit ihrem Baby abwechseln. Einige Eltern, die zu zweit kommen, schätzen es,
daß der zuschauende Elternteil das Baby anschließend anzieht, während das andere
Elternteil sich selbst umkleidet.
Sofern nicht alle Teilnehmer in ihrer Gruppe anwesend sind, habe ich nichts dagegen, wenn ein
Kind mit beiden Eltern ins Wasser geht.
In den Samstags- und den Abendkursen befinden sich meistens mehr Väter als
Mütter im Wasser
15. Bis zu welchem Alter geht das Babyschwimmen?
Von der Terminologie bezieht sich das Babyschwimmen auf das erste Lebensjahr. Die weitere
Teilnahme ist von der Schwimmbadgröße an den verschiedenen Kursorten abhängig.
Im Babybecken der Kaiser-Karl-Klinik ist die Altersgrenze ca. 15 Monate, in Beuel
ist die Obergrenze ca. 24 Monate.
Im Malteser-Krankenhaus und im Wasserspielkurs der Kaiser-Karl-Klinik können die Kinder auch
ca. 3 Jahre werden oder als ältere Geschwister länger dabei bleiben. An diesen beiden
Orten biete ich für Kinder ab 12 Monaten Wasserspielkurse an, im Malteser-Krankenhaus auch
Wassergewöhnungskurse für über Einjährige, die noch keine
Babyschwimmerfahrungen haben.
16. Welche Ausbildung haben die Kursleiterinnen?
Ich selbst bin ausgebildete Sportlehrerin mit dem Schwerpunktfach Schwimmen und über die
Erteilung von Kinderschwimmkursen zum Babyschwimmen gekommen. Neben vielen Fortbildungen in
Babyschwimmen habe ich die Ausbildung zur PEKiP-Kursleiterin abgeschlossen und mehrere Jahre
Kurse durchgeführt. Das Babyschwimmen biete ich seit 1988 in Bonn an, bin meines Wissens
damit die langjährigste Fachkraft in Bonn.
Da es keine geschützte Berufsbezeichnung des "Babyschwimmlehrers" gibt, haben manche
Kollegen anderer Anbieter nur ein Tages- oder Wochenendseminar mitgemacht, wo meistens maximal 2
Stunden im Wasser praktiziert wird, und das häufig mit einer Puppe! Meine Mitarbeiterinnen mit überwiegend pädagogischen oder sozialmedizinischen Ausbildungen werden
mindestens 20 Praxisstunden im Wasser eingearbeitet, hospitieren im Team und haben
anschließend eine Probezeit von drei Monaten zu leisten, bevor Sie selbständig mit der
Kursdurchführung beauftragt werden. Weiterhin trifft sich das Taem regelmäßig um Erfahrungen auszutauschen.
Sie können nähere Informationen über die Mitarbeiterinnen meines Teams auch unter "Sonstiges" auf
meiner Homepage nachlesen.
17. Wie kann ich mit Zwillingen teilnehmen?
Am besten wäre es natürlich, wenn Mutter und Vater zum Babyschwimmen gingen. Ist es dem
Vater aus Zeitgründen nicht möglich, so kann eine andere erwachsene Person, z.B. Oma,
Opa, Tante, Nachbarin, Freundin oder auf Abprache auch jugendliche Geschwister mitkommen.
Zwillingseltern zahlen für das zweite Kind nur den halben Beitrag.
Findet sich keine weitere Begleitperson, so wäre es auch möglich, nur mit einem Kind zu
kommen (sie zahlen nur einen Beitrag) und das andere (oder auch weitere Geschwister) zuhause
betreuen zu lassen. Sie kämen dann jede Woche abwechselnd mit den Zwillingen. Es gab auch
schon die Konstellation, daß eine Zwillingsmutter mit einer Freundin und deren Kind zum Kurs kam
und zwei Mütter auf drei Babys aufpassten. Dies ist bis zum Fremdelalter auch kein Problem.
Wenn Sie also mit Ihren Zwillingen kommen möchten, rufen Sie mich an, wo eine Wille, da ist
auch immer ein Weg!
18. Kann ich Fotos oder Videoaufnahmen beim Babyschwimmen anfertigen?
Sie können gerne während des Babyschwimmens aufnehmen. Dabei bitte ich Sie aber keine
Nacktaufnahmen von fremden Kindern beim Umziehen anzufertigen (vor allem beim Filmen).
Möchten Sie Aufnahmen von dem tauchenden Baby anfertigen, so können Sie versuchen mit
einem Teilnehmer in Beuel zu tauschen, da es dort durchsichtige Beckenwände gibt. Eine
Einmalunterwasserkamera ist heute auch nicht mehr teuer.
19. Muß ich ein ärtzliches Attest zum Babyschwimmen vorlegen?
Nein, dies ist bei mir nicht nötig. Ich gehe davon aus, dass Ihr Kind keine auffälligen
Organschäden hat. Es gibt nur ganz wenige medizinische Indikationen, die gegen eine Teilnahme
am Babyschwimmen sprechen. Dazu zählen offene Wunden, Mittelohrentzündung, Fieber und
starke Erkältungen sowie Pilzinfektionen. Ein Attest ist schließlich auch nur eine Momentaufnahme des
Gesundheitzustandes.
20. Bekommt das Baby nicht nach dem Schwimmen leicht eine Erkältung?
Nein, Erkältungen kommen nicht von Kälte, sondern von Viren. Selbst nasse Haare führen
nicht automatisch zu einer Krankheit. Kälte kann allenfalls die Immunabwehr des Körpers
schwächen (siehe "Lexikon der Medizin-Irrtümer"). Dieser Fragekatalog wird immer wieder ergänzt, sobald ich etwas gefragt werde, das aus
diesen Antworten nicht geklärt werden kann!
Bei zu früh geborenen Babys müssen Sie diese Wochen dazurechnen. Normalerweise ist das
Babyschwimmen gerade bei Früchen besonders empfehlenswert. Manche Babys sind allerdings
kälteempfindlicher, weshalb ich zu einem ersten Kurs in den Bädern der
Kaiser-Karl-Klinik oder des Malteser-Krankenhauses rate.
Sie erleichtern ihrem Baby den Start, wenn sie bereits einige
Vorübungen unternommen haben.
Probestunden können Sie im "Samstagsclub"
im St. Josef-Hospital oder auf Absprache an anderen Orten absolvieren.
Falls ihr Kind sich wirklich nicht im Wasser wohlfühlt, überlegen Sie zusammen mit der
Kursleiterin, welches die Ursache sein kann. Meistens erfährt man es nach der Stunde.
Hier erfahren Sie ebenfalls etwas zu Einzelstunden.
Sie haben allerdings die Möglichkeit, ihre Schwimmstunde an andere Eltern zu übertragen, damit
diese ihren Schwimmtermin wahrnehmen können. Daher ist es manchmal eher von Vorteil, wenn
befreundete Eltern an unterschiedlichen Wochentagen teilnehmen. Es besteht grundsätzlich auch die
Möglichkeit, sich einen Kursplatz mit anderen Eltern zu Teilen (z.B. während der Urlaubszeit).
Badebekleidung, die ich für das Babyschwimmen sinnvoll finde, können
Sie über meinen Online-Shop beziehen. Meistens
werden die bestellten Modell zu Ihrer ersten Stunde mitgebracht und Sie ersparen sich die Einkaufszeit
und den Parkplatzstress.
Das wichtigste zur Hose ist auf jeden Fall die gute Passform, das heißt, das der Bund
an der Taille und an den Beinen eng abschließen sollte! Urin ist für die heutige
Wasseraufbereitung kein Problem mehr.
Damit kein Stuhlgang in das Wasser gelangt ist zum einen die richtig sitzende Hose wichtig, zum
anderen sollte zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schwimmtermin ein zeitlicher Abstand von
etwa einer Stunde liegen. Dann ist das Geschäft entweder vorher verrichtet oder es
fällt erst nach der nächsten Mahlzeit an.
Babys schwitzen am meisten über den Kopf. Daher empfehle ich den Eltern, dem Kind eine Mütze erst
kurz vor Verlassen des Gebäudes aufzuziehen. Für die Säuglinge ist das Babyschwimmen eine
körperliche Ansprengung und sie schwitzen noch nach. Ziehen Sie Ihrem Kind zuerst die nassen Sachen aus und
trocknen es ab. Sobald das Kind wieder eine Windel und einen Body an hat, sollten Sie Ihre eigene nassen
Sachen aus und Wäsche anziehen. Dann bekleiden sie das Kind mit seinen üblichen Sachen ohne Anorak etc.
Nachdem Sie sich angezogen haben, versorgen Sie erst das Kind mit einer Jacke oder anderen warmen Kleidungsstücken.
Sonst schwitzt das Kind in der Zeit, die Sie selbst zum Anziehen benötigen.
Meine Statistik seit mehr als einem Jahrzehnt zeigt mir, dass im Winter nicht mehr Teilnehmer als im Sommer fehlen.
Die kleinsten Teilnehmer sind zudem auch seltener krank als die Kinder ab Krabbelalter oder mit älteren Geschwistern.